Angst, Stress, Kummer, Depressionen, Schlafstörungen und eine negative Grundstimmung können ihrem Immunsystem schaden und den Heilungsprozess erschweren

Vor ca. 35 Jahren entdeckte man die Verbindung zwischen Nerven- und Immunsystem. Es wurden auf der Oberfläche von Immunzellen Rezeptoren für Nervenbotenstoffe gefunden (z.B. Adrenalin oder Endorphine). Das Nervensystem ist somit in der Lage direkt über Botenstoffe die Aktivität von Immunzellen zu steuern.

Wenn sie oft unter Stress leiden, kommt es zu einer vermehrten Ausschüttung des Hormons Kortisol und zu einer Verminderung der Lymphozyten und die Konzentration wichtiger Immunbotenstoffe (z.B. Interleukin 2) sinkt.

Lippenherpes bspw. tritt meist auf, wenn man sich aufregt, ekelt, Prüfungsstress hat. Das Immunsystem ist in diesen Stresssituationen zu schwach die Viren, die im inaktiven Zustand an bestimmten Nervenenden schlummern, in Schach zu halten und es kommt zur typischen Bläschenbildung.

Was tut sich im Schlaf?

Auch ein gesunder Schlaf von mindestens sieben Stunden ist für ein gut funktionierendes Immunsystem unerlässlich. In der Zeit von 21 bis 23 Uhr regenerieren die Hormondrüsen. Von 23 bis 1 Uhr, Zeit der Gallenblase, treten oft Gallenkoliken auf. Der Körper senkt die Kortisol-Ausschüttung und Vitalfunktionen. Die Haut regeneriert. Von 1-3 Uhr entgiftet die Leber. Patienten mit einer belasteten Leber wachen in dieser Zeit oft auf. 3 bis 5 Uhr ist die Lungenzeit. Der Körper schüttet Melatonin aus und der Blutdruck beginnt zu steigen. Manche Menschen beginnen jetzt zu frieren.  In der Zeit von 5 bis 7 Uhr schüttet der Körper im allgemeinen große Mengen Kortisol aus um den Körper zu aktivieren. Auch der Dickdarm wird aktiviert. 7-9 Uhr ist die Zeit des Magens. Die Verdauung läuft auf Hochtouren und die Hormonproduktion ist angekurbelt.